Die Schwierigkeit bei "Ich bin gut, so wie ich bin"

Auch wenn ich hier nicht jeden Tag schreibe, so entwickle ich mich im Hintergrund immer weiter und weiter.
Interessante Gedanken sind mir untergekommen.
Zum Beispiel: Was ist die Schwierigkeit bei "ich bin gut so, wie ich bin"?
Solche und andere Affirmationen sagt man sich nur, wenn man diesen Wunschzustand in sich drin noch nicht erreicht hat.
Das heißt: Jedes Mal, wenn Du dies aussprichst, beschreibst Du einen aktiven Mangel in Deinem Leben jetzt und hier. Du fühlst Dich eben noch nicht "gut so, wie Du bist". Die Affirmation soll Dich da hin bringen.
Schöner wäre doch, das Jetzt zu akzeptieren und anzunehmen.
Loszulassen.
Ruhig zu werden.
Im Hier und Jetzt zu leben.
In der jetzigen Qualität und mit vollstem Selbstverständnis.
Nein, das bringt uns Niemand bei und kein Beitrag im Netz und kein Artikel in der Zeitung wird Dir das bestätigen.
Warum?
- Weil es um den Verkauf von Produkten geht, um den vorhandenen und gefühlten Mangel zu beheben.
- Weil es darum geht, Deine Aufmerksamkeit zu erregen. Dich zu beeinflussen mit Dingen, die Dich verängstigen oder antreiben.
Ich schrieb "In der jetzigen Qualität und mit vollstem Selbstverständnis."
Was ist, wenn man das aber nicht will, sondern sich weiter entwickeln möchte?
Ich finde, das schließt sich nicht aus.
- Fokus auf das hier und jetzt, das gut ist, weil es so ist, wie es ist.
- Akzeptanz dessen, was ist.
- Leben im Hier und Jetzt.
- Gelassen feststellen, was schöner werden kann und darf und das im Hinterkopf verankern.
- Im täglichen Leben dem Ziel ein wenig mehr Priorität einräumen, als dem Restlichen.
- Weiter im Heute leben, weil es richtig ist und sich trotzdem weiter entwickeln.
Ich finde es noch schwierig, meine Gedanken, die jahrelang auf "Mangel" ausgerichtet waren, im hier und jetzt, im Guten zu verankern. Akzeptanz ist eben nicht das, was wir beigebracht bekommen. Aber ich arbeite dran, weil es sich für mich rund, gut und richtig anfühlt.
Hast Du schon einmal so gedacht?
Fühlt es sich gut an?



